Material und Technik
Welches Material braucht man zum Stocksport?
Für den Einstieg brauchst du nicht viel: einen Stockkörper, einen Stiel und die passende Laufsohle. Im Sommer wird auf verschiedenen Sportböden mit Kunststofflaufsohlen gespielt, im Winter auf Eis mit Gummilaufsohlen. Für den Sommersport reichen normale Sportschuhe aus. Im Winter gibt es spezielles Schuhwerk mit rutschfesten Schuhsohlen.
Gerade für Anfänger:innen bleibt die Ausrüstung leistbar. Ein gebrauchter Eisstock ist bereits ab rund 100 Euro zu haben. Noch günstiger geht’s im Verein: Dort kannst du die Ausrüstung oft einfach ausleihen und direkt loslegen. Für Schulen bietet der Indoor-Stockeine besonders einfache Lösung: leicht, kompakt, vielseitig einsetzbar und für Turnsäle geeignet.
Stockkörper
Der Stockkörper wiegt zwischen 2,73 kg (Schülerstock) und 3,83 kg und ist je nach Gewicht mit einem Kennbuchstaben versehen, welcher sichtbar am Stock angebracht sein muss (Typ: M – 3,80 kg bis 3,83 kg, L – 3,70 kg bis 3,73 kg, P – 3,50 kg bis 3,53 kg oder E – 2,73 kg bis 2,78 kg).
Von den Herstellern werden zusätzlich Stockkörper mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Schlagkraftstärken angeboten, wodurch sich das Standverhalten der Stöcke erheblich ändert.
Stiel – Griff des Eisstockes
Der Stiel ist der Griff des Eisstocks und verbindet den Stockkörper mit der Laufsohle. Die Stiele unterscheiden sich nach Grifflänge und Griffform. Die Griffbeläge können ebenfalls unterschiedlich gewählt werden. Im Profibereich ist es vor allem wichtig, einen Stiel mit der richtigen Schwerpunktverteilung zu finden, wobei jeder Turnierspieler seine Stiele individuell anfertigen lässt. Wie der Stockkörper unterliegt auch der Stiel genauen Richtlinien.
Laufsohlen – warum unterschiedliche Farben?
Die Laufsohlen gibt es als Sommer- und Winterlaufsohlen. Die Sommerlaufsohlen bestehen aus Kunststoff, die Winterlaufsohlen aus Gummi. Sie sind in verschiedenen Härtegraden (Shore genannt) verfügbar, was zu unterschiedlichen Laufeigenschaften auf dem Untergrund führt. Den unterschiedlichen Härtegraden sind entsprechende Farben zugeordnet. Farbliche Abstufung der Laufeigenschaften von schwer bis leicht zu spielen: blaulila, hellblau, dunkelblau, orange, gelb, grau, schwarz, grün, rot, weiß.
Mit welchen Kosten muss ich rechnen?
Ein kompletter Eisstock (Stiel, Stockkörper, Laufsohle) kostet im Profibereich ca. € 500,–. Ein gebrauchter Eisstock (Anfänger) kann bereits zwischen € 100 bis € 200,– gekauft werden.
Welche unterschiedlichen Techniken gibt es?
- Wabbelnexpand_more
Das Wabbeln ist eine spezielle Form des Abspielens des Stockes. Der Eisstock wird mit Rotation auf die Kante der Laufsohle gespielt. Der Eisstock bewegt sich dabei schwankend in das Zielfeld und reiht sich bei Gelingen hinter dem gegnerischen Stock ein. In unserer Broschüre siehst du den perfekten Wabbler von Michael Regenfelder jun.:
- Maßexpand_more
Als Maß wird ein gefühlvoller, defensiver Versuch (meist zur Daube) bezeichnet. Meist wird dafür eine sogenannte Maßplatte verwendet.
- Schlagerexpand_more
Ein Schlager ist ein Versuch, bei dem vorsätzlich zwei Stöcke getroffen und bestenfalls aus dem Zielfeld befördert werden.
- Daubenschupferexpand_more
Als einen Daubenschupfer bezeichnet man einen Versuch, welcher bewusst die Daube etwas weiter nach hinten befördert. Zweck eines solchen Daubenschupfers ist es, die Daube näher zu einem im hinteren Bereich des Zielfeldes befindlichen eigenen Eisstocks zu bringen, um somit eine höhere Punktanzahl zu erreichen.
- Anstellerexpand_more
Als Ansteller bezeichnet man einen Maßversuch, bei dem man sich direkt an den gegnerischen Stock anstellt. Meist wird dies praktiziert, wenn sich der gegnerische Eisstock hinter der Daube befindet.
Welche bekannten Eisstockhersteller gibt es?
Eisstockhersteller nach alphabetischer Reihenfolge:
- BaLu
- EBRA
- Gottfried
- HLS Stocksport
- LADLER
- Sedlmaier
- SEIWALD
- Spöckner













